Plakat zur Ausstellung 

In der “Galerie der anderen Art” im ehemaligen Rathauskeller Aue werden wir, die Sächsisch-Bretonische Gesellschaft und das Städtepartnerschaftskomitee Aue/Sachsen, am Freitag, 4. März, 18:00 Uhr, die Ausstellung “Bretonische Impressionen” mit Bildern des Berliner Künstlers Hans von Döhren eröffnen.

Der Künstler wird anwesend sein und persönliche Einblicke in seine Bretagne sowie in seine Kunst mit Linoldruck und Aquarell, Siebdruck und  Acryltechniken geben. Wer jetzt schon mehr über Hans von Döhren und seine Bretagne wissen will oder der nicht nach Aue kommen kann, der schaue auf seine wirklich sehr spannende Internetseite http://www.linogravures.de/

Für die musikalische Umrahmung sorgt unser Mitglied, die in Chemnitz lebende bretonische Sängerin Laura Bouriquin, bekannt für ihre Edith Piaf-Interpretationen und ihr mitreißendes Solo “Peu de vin” mit Thomas Stelzer (https://grruv.com/song-details/track/i918202275 - https://itunes.apple.com/au/album/fufftsch-50-songs-die-ich/id918201896 ).  

Wir freuen uns, dass dank der seit 2011 bestehenden, äußerst lebendigen Städtepartnerschaft Aue-Guingamp (http://www.aue.de/aue/content/13/20121113133724.asp) die Bretagne immer mehr nun auch im Erzgebirge präsent ist, und umgekehrt das Erzgebirge im bretonischen Département Côtes-d’Armor  als die sächsischen Monts-Métallifères schon in vieler Munde ist. Weitere bretonische Ereignisse im Erzgebirge sind in Vorbereitung ... doch das ist noch geheim :-)

Die Ausstellung in Aue dauert bis Ende April.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Deutsch-Französischen Tag am 22. Januar finden in ganz Deutschland und Frankreich zahlreiche Veranstaltungen statt. Diesmal ist die Sächsisch-Bretonische Gesellschaft in Leipzig aktiv, wieder einmal in bewährter Zusammenarbeit mit dem Europa-Haus Leipzig.

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Die Sächsisch-Bretonische Gesellschaft e. V. und der Europa-Haus Leipzig e. V. laden Sie herzlich ein zu einem deutsch-französischen Abend.

Was erwartet Sie?
Vernissage der Ausstellung "Leipzig, wir sind Deine Kinder" mit dem französischen Fotografen Olivier Colin
Vorstellung des Medienpakets zur Bretagne der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e. V.
eine kleine kulinarische Überraschung aus der Bretagne
und dazu viele Infos über deutsch-französische Austauschmöglichkeiten

Wann: 27. Januar 2016, 18:30 Uhr

Wo: Europa-Haus Leipzig e. V. Markt 10 04109 Leipzig

Um Anmeldung wird gebeten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Eine Veranstaltung anlässlich des Deutsch-Französischen Tages am 22. Januar mit freundlicher Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks.

Das Regionale ist das Globale

Liebe Mitglieder und Freunde der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e. V.,
Liebe deutsch-französische Mitstreiter,
Chère amie, cher ami,

heute jährt sich erstmals der Anschlag islamistischer Terroristen am 7. Januar 2015 auf die Redaktion der satirischen Zeitschrift “Charlie Hebdo” in Paris. Es folgte am 9. Januar 2015 die Geiselnahme im jüdischen Supermarkt Hyper Cacher. Diesen Attentaten und anderen Folgeanschlägen fielen 17 Menschen zum Opfer. Eine berührende Ehrung der ermordeten Redaktionsmitglieder von “Charlie Hebdo” brachten damals am 22. Januar - es ist übrigens  der Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags von 1963 - der Künstler Roger Siffer und seine Kollegen vom elsässischen Cabaret La Choucrouterie, als sie das Lied “Die Gedanken sind frei” in vielen Sprachen sangen, auch in türkischen, jiddischen, arabischen und anderen Versionen (Bretonisch war m.W. nicht dabei). Diese historische Aufführung in Straßburg “Liberté de penser - Die Gedanken sind frei: les artistes alsaciens mobilisés pour Charlie” können Sie direkt hören/sehen auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?x-yt-cl=84503534&v=j54HIGk_AEI&x-yt-ts=1421914688 - Den Text der französischen Version finden Sie hier als PDF. Hommage aux victimes!

Glückliches neues Jahr!  Bonne année ! Bloavezh mat ! Bónn anaèy !  Strowe nowe lěto !

so heißt der Neujahrsgruß in unserer deutschen Sprache, auf Französisch, auf Bretonisch (Westbretagne), auf Gallo (Ostbretagne) und bei unseren obersorbischen Landsleuten in Sachsen.

Der Satz geht uns aus naheliegenden Gründen in diesen Tagen nicht leicht von der Zunge, der Wunsch schon. Und mit diesem Wunsch möchte ich meinen ersten Rundbrief in diesem neuen Jahr eröffnen. Wer übrigens mehr über die bretonische Wunschformel Bloavezh mat erfahren möchte, der delektiere sich an dem kleinen Film zum Thema in französischer Sprache unter der Seite: http://www.bigouden.tv/Actualites-2078-Bloavez_mad_ou_bloavezh_mat_.html

Wir unsererseits haben auch den Wunsch, dass die Regionalpartnerschaft zwischen dem Freistaat Sachsen und der Region Bretagne nach den irritierenden Momenten des letzten Jahres wieder in ein konstruktives Fahrwasser kommt. Im Internetauftritt der Sächsischen Staatsregierung figuriert die Bretagne wieder als offizielle französische Partnerregion (http://www.internationales.sachsen.de/17524.htm, Zugriff 07.01.16), womit die Nähe Sachsens zu Frankreich wieder deutlich herausgestellt wird. Und das ist gut so. Hatte es doch schon 1961, also zwei Jahre vor dem westdeutsch-französischen Elysée-Vertrag, in einer offiziösen Publikation des Leipziger Brockhaus Verlages über Frankreich geheißen: “Frankreich ist Deutschlands großer Nachbar. In dieser einfachen Tatsache liegt die Verpflichtung, dieses Land und seine Menschen kennenzulernen. (...) Allein die räumliche Nachbarschaft legt eine enge Zusammenarbeit nahe, für die sich die Besten beider Nationen stets eingesetzt haben.” (Frankreich, Hg. Gerhard Reinhold und Horst Münnich, Leipzig 1961, Einführung).  

Was der DDR, aus welchen Gründen auch immer, damals 1961 recht wahr, sollte dem Freistaat Sachsen, der dieselbe räumliche Entfernung zu Frankreich aufweist wie einst die DDR und der im Gegensatz zur damaligen DDR im Geltungsbereich des Elysée-Vertrags vom 22. Januar 1963 liegt, auf den sich übrigens explizit das sächsisch-bretonische Kooperationsabkommen von 1995 bezieht, erst recht billig sein. Auf jeden Fall ist nun wieder ein Zustand hergestellt, der auch die Raison d’être unserer Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft sichert. Schauen wir nun also nach vorn und freuen uns auf eine gedeihliche Zusammenarbeit – auch mit der Sächsischen Staatsregierung.   

Apropos Élysée-Vertrag! In Erinnerung an den von Bundeskanzler Konrad Adenauer und Staatspräsident Charles de Gaulle unterzeichneten Freundschaftsvertrag haben beide Regierungen 2004 den 22. Januar zum “Deutsch-Französischen Tag” erklärt, womit sie bewusst ein Signal an die jungen Generationen senden wollen. Der “Deutsch-Französische Tag” soll in allen deutschen und französischen Bildungseinrichtungen der Darstellung der bilateralen Beziehungen, der Werbung für die Partnersprache sowie der Information über Austausch- und Begegnungsprogramme und Möglichkeiten des Studiums und der Beschäftigung im Partnerland gewidmet werden. In diesem Sinne organisieren die Sächsisch-Bretonische Gesellschaft und das Europa-Haus Leipzig e.V. einen deutsch-französischen Abend am 27. Januar in Leipzig im Europa-Haus unter dem Titel “Blickwechsel: ein Franzose in Sachsen, eine Deutsche in der Bretagne”.

Mehr erfahren Sie in diesen Tagen auf unserer Internetseite www.sachsen-bretagne.de