Nach einem Besuch der Macher des Leipziger Hörspielsommers beim Radio- und Audiokunstfestival Longueur d’ondes (Wellenlängen) in Brest hat sich zum diesjährigen Leipziger Hörspielsommer eine besondere Kooperation zwischen Sachsen und der Bretagne ergeben. Inspiriert dem Besuch in der Bretagne ist beim diesjährigen Hörspielsommer ein internationales Fenster mit bretonisch-franzöischer Beteiligung entstanden. Lesen Sie dazu mehr im auch ansonsten sehr interessanten Programm des Leipziger Hörspielsommers.


Am Vorabend des französischen Nationalfeiertages gibt es folgendes deutsch-französisch-bretonisches Programm zu hören und zu sehen.

Donnerstag, 13. Juli

    Familienprogramm: Enfants terribles
    16:00 Uhr — Der kleine Nick
    16:30 Uhr — LIVE: Das Lamm, das kein Schaf sein wollte


Wir wünschen den Organisatoren des Hörspielsommers ein gelungenes Festival und immer eine volle Wiese am Leipziger Richard-Wagner-Hain.

 

Liebe Mitglieder und Freunde der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft,
Chère amie, cher ami du franco-allemand,

 vor nur 100 Jahren, nur wenige Tage nach dem Osterfest 1917, fiel mein holsteinischer Großvater Johann Kolboom bei einer der mörderischen Schlachten an der Westfront in Nordfrankreich – es war die vom 9. April bis zum 16. Mai 1917 tobende „Frühjahrsschlacht bei Arras“ –, während mein sächsischer Großvater mit dem „Kriegsverdienstkreuz" des Königreiches Sachsen geehrt wurde. Einen Monat zuvor waren die ersten US-Soldaten im bretonischen Hafen Brest gelandet.

Aus dem Krieg, den bretonische Postkarten im August 1914, als die ersten 400 deutschen Kriegsgefangenen zur bretonischen Insel Belle-Ile-en-Mer verschifft wurden, noch als „deutsch- französischen Krieg“, dann als „europäischen Krieg“ betitelten, war inzwischen ein „Weltkrieg“ geworden, in dem mehr als 69 Millionen Soldaten mobilisiert waren. Am Ende stand ein traumatisiertes Europa, ein von Millionen Toten übersäter Trümmerhaufen. Die daraus folgende neue europäische Unordnung alter und vieler neuer Nationalstaaten wie auch der „Völkerbund“ (Société des Nations) erwiesen sich für eine dauerhafte Friedensordnung nicht nur als unfähig, sondern als unwillig.

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 "Wurzeln in der Heimat - Flügel für die Welt"
(Motto des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Pirna)

Im Regionalen das Universelle entdecken!

Die 2004 gegründete Sächsisch-Bretonische Gesellschaft e.V. (SBG) versteht sich als Regionalverband im deutsch-französischen Netzwerk und ist Mitglied der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. (VDFG). Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den Geist des 1995 unterzeichneten Kooperationsabkommens zwischen dem Freistaat Sachsen und der Region Bretagne am Leben zu erhalten.